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Posts mit dem Label "Lebensstil" werden angezeigt.

Weder Körper – Noch Verstand

Warum mein Körper nur zur Hälfte mir gehört Ein Perspektivwechsel über Identität, Biochemie und das stille Wirken meiner inneren Mitbewohner Manchmal reicht ein einziger Satz, um einen Denkprozess in Gang zu setzen. Bei mir war es dieser: Ich bin weder mein Körper noch bin ich mein Verstand. Eine Aussage, die im ersten Moment fast paradox wirkt – schließlich ist es doch genau das, womit wir uns im Alltag meist identifizieren: mein Körper, meine Gedanken, meine Gefühle, mein Wille. Aber wenn ich tiefer in mich hineinspüre, dann merke ich: Da ist noch etwas anderes. Etwas, das beobachtet, wahrnimmt, reflektiert – etwas, das nicht  einfach mit jeder Körperempfindung oder jedem Gedankensprung gleichzusetzen ist. Diese Beobachterrolle, dieses Bewusstsein – das bin ich. Oder besser: ein Teil von mir, der sich oft erst zeigt, wenn ich zur Ruhe komme. In der Stille, in der Meditation, beim achtsamen Gehen durch den Wald. Dort, wo die Gedanken nicht die Regie führen, sondern der Moment. Und...

Arthrose ganzheitlich verstehen

  Es beginnt oft ganz leise: ein Ziehen im Knie, ein Stechen in der Hüfte, eine gewisse Steifheit am Morgen. Viele Menschen – vor allem Männer – schenken diesen Signalen anfangs wenig Aufmerksamkeit. "Das wird schon wieder", sagt man sich. Doch wenn die Beschwerden häufiger auftreten, sich verstärken oder gar chronisch werden, steht bald eine Diagnose im Raum: Arthrose . Was man dann zu hören bekommt klingt ernüchternd: „Da kann man nichts machen. Verschleiß. Alterserscheinung.“ Doch genau hier lohnt sich ein zweiter Blick. Denn aus ganzheitlicher Sicht ist Arthrose viel mehr als nur ein schicksalhafter Gelenkverschleiß. Sie ist ein Spiegel unseres inneren Milieus – unseres Lebensstils, unseres Stoffwechsels und oft auch unserer seelischen Verfassung. Arthrose ist nicht das Ende – sondern der Anfang einer neuen Perspektive In meinem ganzheitlichen Verständnis ist Arthrose ein Weckruf. Sie zeigt uns, dass Einiges aus dem Gleichgewicht geraten ist. Vielleicht haben wir zu lang...

Wie alt möchtest du werden?

Alt wie ein Baum möchte ich werden. Genau wie der Dichter es beschreibt. (Die Puhdys 1976) Wie alt möchtest du eigentlich werden? Die ehrliche Frage nach dem Alter Eine einfache Frage – und doch eine, die oft ratlos macht. Manche antworten spontan mit „So alt wie möglich!“ und meinen damit meist: gesund, aktiv, unabhängig. Andere weichen aus, machen Witze oder sagen: „Bloß nicht alt und krank werden.“ Dahinter steckt eine Wahrheit, die wir nur ungern anschauen: Alt zu werden, ist das Ziel – aber bitte nicht gebrechlich, einsam oder erschöpft. In unserer Gesellschaft wird Altern oft entweder romantisiert oder verdrängt. Entweder schauen wir bewundernd auf fitte Hundertjährige in Dokus oder tun so, als gehe uns das alles noch nichts an. Aber mal ehrlich: Wann hast du dir das letzte Mal vorgestellt, wie du leben willst, wenn du 70, 80 oder 90 bist? Und was du heute  tun kannst, um genau da gesund und klar anzukommen? Dieser Artikel lädt dich ein, über deine Haltung zum Altern nachzud...

Seit wann essen Menschen Eier?

Geschichte des Eierkonsums in der menschlichen Ernährung Eier gehören heute weltweit zu den Grundnahrungsmitteln – doch seit wann nutzt der Mensch Eier als Nahrungsquelle? Archäologische Befunde zeigen, dass Vogeleier schon in der Frühgeschichte gesammelt und verzehrt wurden. Dieser Bericht beleuchtet die Entwicklung des Eierkonsums von prähistorischen Jägern und Sammlern über die Domestikation erster Geflügelarten bis hin zur Eierproduktion in verschiedenen Kulturen und Epochen. Dabei werden sowohl wild gesammelte Eier als auch Eier aus frühem Geflügelanbau betrachtet. Abschließend wird die Nährstoffbedeutung von Eiern in frühen Gesellschaften erläutert. Frühe Nutzung von Vogeleiern in der Vorgeschichte Bereits prähistorische Menschen bedienten sich wild vorkommender Vogeleier. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Eier seit hunderttausenden von Jahren auf dem Speiseplan standen . So wurden an urzeitlichen Fundplätzen in Afrika Straußeneierschalen entdeckt, die über 1 Million J...

Nahrungsergänzungen zwischen Glauben, Wissen und Wirken

  Warum Nahrungsergänzungsmittel oft wenig Wirkung zeigen Der Einfluss von Co-Faktoren und Lebensstil Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, um ihre Gesundheit zu verbessern, bemerken jedoch oft kaum Veränderungen. Der Grund: Die isolierte Einnahme von Pillen oder Pulvern ist selten ausreichend, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Nahrungsergänzungsmittel wirken nur dann effektiv, wenn biochemische Co-Faktoren und lebensstilbedingte Einflüsse berücksichtigt werden. Biochemische Co-Faktoren sind essenzielle Nährstoffe, die bestimmte Enzyme aktivieren oder Nährstoffe bioverfügbar machen. Zum Beispiel benötigt der Körper Magnesium, um Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln, und Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme. Ohne diese Co-Faktoren bleiben viele Nahrungsergänzungsmittel wirkungslos. Auch Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement spielen eine entscheidende Rolle. Eine unausgewogene Ernährung oder Schlafmangel kann die Verwert...

Adipokine und Myokine

  Einleitung Stell Dir vor, Dein Körper ist wie eine gut abgestimmte Maschine. In dieser Maschine gibt es viele kleine, aber entscheidende Zahnräder, die alle zusammenarbeiten, um Dich gesund und funktionstüchtig zu halten. Zwei dieser Zahnräder sind Adipokine und Myokine. Sie sind zwar winzig, haben aber einen enormen Einfluss auf Deinen Stoffwechsel und Deine allgemeine Gesundheit. Adipokine und Myokine sind wie geheime Botenstoffe, die in Deinem Fett- und Muskelgewebe produziert werden. Diese kleinen Proteine kommunizieren ständig miteinander und senden wichtige Nachrichten durch Deinen Körper, um verschiedene Funktionen zu regulieren. Stell Dir vor, wie eine geheime Nachricht von Deinem Muskel an Dein Fettgewebe geschickt wird, um zu sagen: "Hey, wir brauchen mehr Energie hier drüben!" Diese komplexe Kommunikation hilft dabei, Deinen Energiehaushalt zu steuern, Deine Insulinsensitivität zu regulieren und sogar Entzündungen in Schach zu halten. Warum solltest Du Dich dafür...
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