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Posts mit dem Label "Stoffwechsel" werden angezeigt.

Magnesium und Vitamin D

Wie trägt Magnesium zur Aufnahme von Vitamin D bei? Ein ausreichender Magnesiumspiegel ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Vitamin D überhaupt richtig im Körper wirken kann . Ohne genügend Magnesium bleiben viele der biologischen Wirkungen von Vitamin D auf der Strecke – selbst wenn die Blutwerte von Vitamin D scheinbar „ausreichend“ sind. Hier die wichtigsten Zusammenhänge im Überblick: 🧪 1. Aktivierung von Vitamin D benötigt Magnesium Vitamin D liegt nach Aufnahme über Haut (Cholecalciferol) oder Nahrung zunächst in einer inaktiven Form vor. Um biologisch wirksam zu werden, muss es in zwei enzymatischen Schritten aktiviert werden: Leber: Umwandlung von Cholecalciferol → Calcidiol (25-OH-D3) Niere: Umwandlung von Calcidiol → Calcitriol (1,25-OH2-D3), der aktiven Form 🔧 Diese Umwandlungen werden von Enzymen der Cytochrom-P450-Familie (z. B. CYP27A1, CYP27B1) katalysiert – und diese Enzyme sind magnesiumabhängig . 🧲 2. Magnesium als Co-Faktor für Vitamin-D-v...

Arthrose ganzheitlich verstehen

  Es beginnt oft ganz leise: ein Ziehen im Knie, ein Stechen in der Hüfte, eine gewisse Steifheit am Morgen. Viele Menschen – vor allem Männer – schenken diesen Signalen anfangs wenig Aufmerksamkeit. "Das wird schon wieder", sagt man sich. Doch wenn die Beschwerden häufiger auftreten, sich verstärken oder gar chronisch werden, steht bald eine Diagnose im Raum: Arthrose . Was man dann zu hören bekommt klingt ernüchternd: „Da kann man nichts machen. Verschleiß. Alterserscheinung.“ Doch genau hier lohnt sich ein zweiter Blick. Denn aus ganzheitlicher Sicht ist Arthrose viel mehr als nur ein schicksalhafter Gelenkverschleiß. Sie ist ein Spiegel unseres inneren Milieus – unseres Lebensstils, unseres Stoffwechsels und oft auch unserer seelischen Verfassung. Arthrose ist nicht das Ende – sondern der Anfang einer neuen Perspektive In meinem ganzheitlichen Verständnis ist Arthrose ein Weckruf. Sie zeigt uns, dass Einiges aus dem Gleichgewicht geraten ist. Vielleicht haben wir zu lang...

Verteilung der Makronährstoffe für Fettabbau

  Hintergrund: Kaloriendefizit vs. Makronährstoffverteilung Eine grundlegende Erkenntnis der Ernährungswissenschaft ist, dass zur Fettabnahme ein Kaloriendefizit erforderlich ist. Die Makronährstoffverteilung (Anteile von Protein, Kohlenhydraten und Fett) kann die Sättigung, den Erhalt der Muskulatur und den Stoffwechsel beeinflussen, doch der Kaloriengehalt der Ernährung bleibt der entscheidende Faktor für Gewichtsverlust. Forschungsergebnisse zeigen, dass man mit unterschiedlich zusammengesetzten Diäten an Körpergewicht verlieren kann, solange die Kalorien reduziert sind. Die Frage ist jedoch, ob bestimmte prozentuale Verteilungen von Protein, Kohlenhydraten und Fett auf lange Sicht zu mehr Fettabbau führen als andere. Evidenz aus Meta-Analysen zur Makronährstoff-Verteilung Zahlreiche klinische Studien – einschließlich systematischer Reviews und Meta-Analysen – haben Low-Carb- (kohlenhydratreduzierte) und Low-Fat- (fettarme) Diäten direkt verglichen. Die wichtigsten Befunde dar...

Vitamin C früher und heute

  Sinkender Vitamin-C-Gehalt in Obst und Gemüse: Warum wir genauer hinschauen sollten Hast du dich jemals gefragt, ob das Obst und Gemüse, das du isst, wirklich noch so gesund ist wie früher? Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass der Vitamin-C-Gehalt vieler Lebensmittel in den letzten Jahrzehnten spürbar gesunken ist. Aber was steckt dahinter, und wie können wir trotzdem sicherstellen, dass unser Körper ausreichend mit diesem essenziellen Nährstoff versorgt wird? Tauchen wir in die Details ein. Die Fakten: Vitamin C – Früher vs. Heute Die folgende Übersicht zeigt, wie stark der Vitamin-C-Gehalt in einigen gängigen Obst- und Gemüsesorten zurückgegangen ist: Lebensmittel Vitamin C Gehalt früher (mg/100g) Vitamin C Gehalt heute (mg/100g) Veränderung (%) Acerola-Kirsche 1700 1700 0.00 Hagebutten 1250 1250 0.00 Sanddornbeeren 265 265 ...

Nahrungsergänzungen zwischen Glauben, Wissen und Wirken

  Warum Nahrungsergänzungsmittel oft wenig Wirkung zeigen Der Einfluss von Co-Faktoren und Lebensstil Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, um ihre Gesundheit zu verbessern, bemerken jedoch oft kaum Veränderungen. Der Grund: Die isolierte Einnahme von Pillen oder Pulvern ist selten ausreichend, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Nahrungsergänzungsmittel wirken nur dann effektiv, wenn biochemische Co-Faktoren und lebensstilbedingte Einflüsse berücksichtigt werden. Biochemische Co-Faktoren sind essenzielle Nährstoffe, die bestimmte Enzyme aktivieren oder Nährstoffe bioverfügbar machen. Zum Beispiel benötigt der Körper Magnesium, um Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln, und Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme. Ohne diese Co-Faktoren bleiben viele Nahrungsergänzungsmittel wirkungslos. Auch Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement spielen eine entscheidende Rolle. Eine unausgewogene Ernährung oder Schlafmangel kann die Verwert...

Mythos Ketone

Von endogenen und exogenen Ketonen Einleitung Ketonkörper sind kleine, energiereiche Moleküle, die eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielen, insbesondere unter Bedingungen, bei denen Glukose als Hauptenergiequelle begrenzt ist. Diese Verbindungen werden hauptsächlich in der Leber während der sogenannten Ketogenese gebildet und dienen als alternative Energiequelle, vor allem für das Gehirn, das ansonsten auf eine kontinuierliche Glukosezufuhr angewiesen ist.  Die Bedeutung der Ketonkörper hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, nicht nur wegen ihrer Rolle in Stoffwechselprozessen, sondern auch aufgrund ihres potenziellen therapeutischen Nutzens. Im Kontext der zunehmenden Popularität von kohlenhydratarmen Diäten, wie der ketogenen Diät, und der Forschung zu Stoffwechselkrankheiten, wird der Ketonkörper-Stoffwechsel intensiv untersucht. Das Verständnis der Mechanismen hinter der Produktion und Nutzung von Ketonkörpern ist entscheidend für die Entwicklung von Strateg...
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