Es gibt körpereigene Substanzen, von denen die meisten Menschen noch nie gehört haben – und die dennoch still und effektiv für unsere Gesundheit arbeiten. Eine davon ist Palmitoylethanolamid, kurz PEA. Dieses kleine Fettsäureamid entfaltet seine Wirkung genau dann, wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät: bei Entzündungen, Schmerzen oder chronischem Stress.
Ich möchte dir heute zeigen, warum PEA so besonders ist – und wie du es gezielt einsetzen kannst, wenn du unter chronischen Schmerzen, stillen Entzündungen oder postviraler Erschöpfung leidest.
Was ist PEA überhaupt?
PEA ist eine körpereigene Verbindung, die aus Palmitinsäure gebildet wird – einer gesättigten Fettsäure, die du wahrscheinlich eher mit Butter oder Kokosöl verbindest. Doch hier geht es nicht um Ernährung, sondern um Biochemie.
PEA wirkt im Hintergrund wie ein zellulärer Friedensstifter: Es beruhigt überaktive Immunzellen, schützt Nervenzellen vor Reizüberflutung und moduliert Schmerzsignale. Besonders spannend ist: PEA wirkt nicht blockierend, sondern regulierend. Es unterstützt die Selbstheilungskräfte – und das macht es so interessant für die ganzheitliche Therapie.
So wirkt PEA in deinem Körper
Die Effekte von PEA lassen sich in drei Hauptbereiche gliedern:
🔥 1. Entzündungshemmung
PEA hemmt die übermäßige Aktivität von Mastzellen und Mikroglia – das sind Zellen, die bei Entzündung und Schmerz massiv aktiv werden. Es reduziert so die Ausschüttung von Histamin, Interleukin-1β und anderen entzündungsfördernden Substanzen.
⚡ 2. Schmerzlinderung
PEA beeinflusst indirekt das Endocannabinoid-System, indem es den Abbau des Glücks- und Schmerzregulators Anandamid verlangsamt. Zudem aktiviert es sogenannte PPAR-α-Rezeptoren, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken. Studien zeigen dabei Erfolge bei chronischen Nervenschmerzen, Ischias, Arthrose und Fibromyalgie.
🧠 3. Zellschutz
PEA schützt deine Nervenzellen vor oxidativem Stress und trägt zur Homöostase bei. In Tiermodellen zeigte es positive Effekte bei Alzheimer, Schlaganfall und Parkinson – auch wenn die klinische Forschung hier noch in den Kinderschuhen steckt.
Wie wird PEA im Körper gebildet?
Die Synthese erfolgt in zwei enzymatischen Schritten:
1. Aus Palmitinsäure und Phosphatidylethanolamin entsteht NAPE
2. NAPE wird durch ein spezielles Enzym (Phospholipase D) zu PEA gespalten
Diese Bildung geschieht lokal – dort, wo PEA gebraucht wird. Ein Beispiel: Wenn Zellen durch Infekte, Verletzungen oder Umweltstress belastet sind, steigt die PEA-Produktion in genau diesen Zellen.
Anwendungsbereiche aus der Praxis
PEA ist in der EU als "neuartiges Nahrungsergänzungsmittel" eingestuft und rezeptfrei erhältlich. In Studien sowie in der Praxis zeigen sich gute Erfahrungen bei:
Anwendungsgebiet | Wirkung laut Studienlage |
---|---|
Neuropathische Schmerzen | signifikant lindernd |
Fibromyalgie | symptomreduzierend |
Chronisch-entzündliche Prozesse | entzündungshemmend |
Reizdarmsyndrom | spannungslösend |
Tinnitus | teils lindernd |
Long-Covid / ME/CFS | immunmodulierend |
Dosierung und Einnahme
Erwachsene beginnen meist mit 2× 600 mg täglich, idealerweise als ultramikronisiertes PEA – damit die Substanz im Darm besser aufgenommen wird. Eine Einnahme mit etwas Fett (z. B. zu einer Mahlzeit mit Avocado oder Olivenöl) kann die Bioverfügbarkeit weiter erhöhen.
Fazit: Ein stiller Helfer für Schmerz, Entzündung und Erschöpfung
Wenn du nach einer gut verträglichen, natürlichen Unterstützung bei chronischen Beschwerden suchst, kann PEA ein spannender Ansatz sein. Es greift sanft regulierend ins Immunsystem ein, ohne die Nebenwirkungen klassischer Schmerzmittel oder Entzündungshemmer.
Aus meiner Sicht als ganzheitlicher Ernährungsberater ist PEA ein gutes Beispiel für die Selbstregulation deines Körpers, wenn man ihn lässt – und unterstützt. Wenn du tiefer einsteigen möchtest oder individuelle Unterstützung brauchst, begleite ich dich gern mit meinem Coachingangebot.
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